Schnell reagiert

Seit gestern gibt es in der Dorfmitte eine neue Haltestelle

Nicht mehr die Staatsstraße überqueren müssen jene Fahrgäste, die morgens gegen 7 Uhr den aus Schönfeld kommenden und Obernsees durchfahrenden Bus benutzen wollen. Seit gestern gibt es innerorts eine neue Haltestelle. Foto: Jenß Obernsees
Seit gestern Morgen hält der aus Schönfeld kommende und Obernsees durchfahrende Omnibus an einer neu angelegten Haltestelle vor der Filiale der Sparkasse.

Der aus Hollfeld kommende Bus, der nach Schönfeld in die Kreisstraße BT I einbiegt und dann durch Obernsees fährt, wird gegen 6:55 Uhr an der Haltestelle vor der Sparkassenfiliale halten. Anschließend stoppt er allerdings auch weiterhin an der Bushaltestelle an der Staatsstraße, bevor er seine Fahrt in Richtung Bayreuth fortsetzt
Für den Betreiber dieser Buslinie, den Omnibusverkehr Franken (OVF), stelle dieser innerörtliche Zwischenstopp kein Problem dar, betonte Herbert Rank, Leiter des OVF-Verkaufsbüros in Bayreuth, gestern auf Anfrage des KURIER. Bei 90 Prozent der Fahrgäste, die mit diesem Bus nach Bayreuth fahren, handle es sich um Schüler, zehn Prozent seien Berufstätige. Die Ausweisung einer neuen Haltestelle beanspruche normalerweise mehrere Wochen. In diesem Fall gerade mal wenige Tage. Der Obernseeser Gemeinderat Rüdiger Engelmann habe noch am Donnerstag, als eine 16-jährige Schülerin auf dem Weg zur Haltestelle an der Staatsstraße tödlich verunglückte, den Wunsch nach dieser neuen Haltestelle an ihn herangetragen. Nach der verkehrsrechtlichen Anordnung durch das Landratsamt wurde bereits am Montag das Halteschild von Mitarbeitern des Mistelgauer Bauhofes aufgestellt.
Eine Verlegung der Haltestelle an der Staatsstraße hält Rank dagegen für problematisch. Dafür bedürfe es einer Wendeschleife am Ortseingang. Vorstellbar wäre für ihn jedoch eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 Stundenkilometer.

gb