Zusteigen morgens im Ort
Der OVF-Linienbus hält künftig vor der Sparkasse
Obernsees
Nach dem tödlichen Unfall auf der Staatstraße am Donnerstagmorgen, bei dem
eine 16 Jahre alte Auszubildende ums Leben kam, soll der Linienbus morgens
künftig in der Ortsmitte halten.
Bürgermeister Johann Feulner bestätigte gestern Nachmittag, dass ein
Antrag aus der Bürgerschaft morgens dem Landratsamt vorgelegt und beraten
worden sei.
Als Ergebnis stehe danach fest, dass der Bus der bisher um 6:55
Uhr an der Staatstraße hielt, nunmehr vor der Sparkasse hält und dort seine
Passagiere aufnimmt.
"Damit ist schon mal eine Gefahrenstelle entschärft", so Feulner.
Die Initiative für den Antrag sei am Donnerstagabend von Rüdiger Engelmann
(Bürgervereinigung Obernsees) ausgegangen, so der Bürgermeister.
Der Leiter des OVF-Verkaufsbüros in Bayreuth, Herbert Rank, teilte mit,
dass die Nutzer des Linienbusses voraussichtlich schon ab Dienstag oder
Mittwoch um 6:55 Uhr vor der Sparkasse einsteigen können.
Kunden, die die nachfolgenden Linien benutzen, sollen aber weiterhin an
der Haltestelle neben der Staatsstraße einsteigen.
Die neue Regelung sei für den Omnibusverkehr Franken ohne Probleme umsetzbar, sagte
Rank.
Bisher sie aber niemand an die Gesellschaft herangetreten, um über das
in dem Ort drängende Problem zu verhandeln und eine Änderung herbeizuführen.
Rank bestätigte, dass der OVF-Bus schon seit Jahr und Tag morgens durch den Ortskern
fährt. Warum die Haltestelle für den Linienverkehr aber außerhalb an der
gefährlichen Staatsstraße liegt, konnte gestern nicht geklärt werden.
Die 16-jährige war ums Leben gekommen, weil sie auf dem Weg zur Haltestelle die
Staatsstraße überqueren musste und dabei von einem Auto erfasst wurde.
Seit etwa zehn Jahren fordern die Bürger in Obernsees mehr Sicherheit im Bereich der
Staatsstraße. Neben den Busbenutzern sind es auch die Sportler, die die Straße
überqueren müssen, wenn sie auf ihre Anlage wollen. Häufiger hatten sich die
Anwohner unter anderem für eine deutliche Begrenzung der Geschwindigkeit auf 60
Stundenkilometer ausgesprochen und Kontrollen gefordert.
ub

